Cinematic Orchestra: Remixes 1998-2000
Label: Ninja Tune
Release Date: November 2000
Genre: zum Autofahren
Kinematographische Wunderland: Weil ihre ungewohnten Klingklang-Kombination bei den Majors auf Taube Ohren stiessen, gründeten die Freunde Jonathan More und Matt Black im Jahre 1990 das Ninja-Tune-Label. Und die britische Produktionsstätte sorgte schon bald für heftigste Furore. Mit ihrem Projekt Coldcut brachen More und Black ein ungeschriebenes Gesetz und kreuzten Hip-Hop-Beats mit Jazzfragmenten.
Unter dem Pseudonym DJ Food gingen sie dann noch einen Schritt weiter. Die pumpenden Beats wurden runtergeschraubt, Samples aus Film und Fernsehen beigemischt, ein paar dubbige Echo-Delays draufgepackt et voilà - geboren war der Trip Hop.
Logisch, dass immer mehr Geräte-Freaks ihre Tüfteleiten bei Ninja Tune veröffentlichen wollten. Einer, der es geschafft hat, ihn den erhabenen Zirkel der "Far Out"-Freaks aufgenommen zu werden, ist Jonathan Swinscoe, besser bekannt mit seinem Projekt The Cinematic Orchestra. Nach dem grossartigen 99er-Debüt "Motion" haben sich Swincoe und seine Meute bei ihrem neusten Release als Remixer versucht. Die sieben ausgewählten Tracks - darunter Produktionen von Faze Action, Kenji Eno, Les Gammas, Nils Petter Molvaer oder DJ Krust - wurden bis auf die Molekularebene zersetzt, gereinigt, und danach derart progressiv re-arrangiert, dass sie mit dem Original ausser dem Titel kaum mehr etwas gemein haben. Und das Resultat? Ein Trip(-Hop) ins kinematographische Wunderland, welcher vom "Guardian" mit dem Prädikat "Album des Jahres" geadelt wurde.



